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Weihnachten auch ohne Familie schön?

  • janamerten
  • 19. Jan.
  • 5 Min. Lesezeit

Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber sobald irgendwo das Wort Feiertage fällt, seh ich innerlich schon Leute mit To-do-Listen, vollen Terminkalendern und leicht panischem Blick durch die Gegend rennen. Kaffee hier, Mittagessen da, noch schnell Geschenke, ach Mist, wir müssen ja auch noch zu Tante Irmgard. Alter. Mir wird davon schon beim Schreiben schummrig.😂


Genau darüber hab ich im Podcast gesprochen und ja, das Thema hat mich nicht ohne Grund beschäftigt. Weihnachten war gerade erst, aber eigentlich ist es völlig egal, ob wir über Weihnachten, Geburtstage, Hochzeiten oder Ostern reden. Das Muster ist oft das gleiche. Erwartungen, Verpflichtungen, unausgesprochene Regeln und irgendwo mittendrin du. Funktionierend, lächelnd, innerlich leicht genervt bis komplett überfordert.

& ich sag’s direkt vorweg: Du darfst das anders machen. Punkt.




Meine Geschichte mit Weihnachten und warum ich lange ein kleiner Grinch war... 😬


Für alle, die meine Geschichte noch nicht so gut kennen. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 14 war. Und ja, ausgerechnet an Weihnachten. Jau supergeil...nicht. Davor waren Weihnachten für mich wirklich schön. Baum schmücken, Spaziergänge, Oma, Opa, Eltern, zusammen essen, Geschenke auspacken. Keine übertriebene Show, kein Zwangsprogramm, einfach zusammen sein.

Nach der Trennung war dieses Bild erstmal komplett im Eimer. Weihnachten fühlte sich plötzlich nicht mehr verbindend an, sondern eher wie so ein unangenehmes Erinnerungsalbum, das man ungefragt aufklappt. Ich hatte lange keinen Bock drauf. Wirklich keinen. Selbst in Partnerschaften, in denen Weihnachten ganz anders zelebriert wurde, hat mich dieses ganze Familien-Zusammensitzen eher gestresst als berührt.

Damals war mir das alles noch nicht so klar. Ich dachte einfach: Ich hab keinen Bock, Punkt. Heute weiß ich natürlich, woher das kam. Vergangenheit, Erinnerungen, Emotionen, alles spielt rein. Halb so wild rückblickend, aber damals eben echt präsent.


Dieses von A nach B nach C und wieder zurück macht mich kirre


Was mich bis heute stresst, und da bleib ich "stur", ist dieses Durchgetaktete. Frühstück hier, Kaffee da, Mittagessen dort, nochmal Kaffee, dann Abendessen vorbereiten, zwischendrin bitte gute Laune. Ich versteh, dass es Menschen gibt, die genau das lieben. Für die ist das Fest. Für die ist das Nähe. Und ganz ehrlich: Es sei euch gegönnt. Wirklich.

Ich sitz halt am anderen Ende der Skala. Und ich glaube, viele hängen irgendwo dazwischen und denken sich insgeheim: Boah, muss das alles sein?

Früher bei uns war Weihnachten einfach bei uns zu Hause. Oma und Opa waren da, fertig. Kein Rumgehetze, kein Terminstress. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich dieses Hin-und-her bis heute nicht leiden kann. Mein Nervensystem sagt da ganz klar: Nö.


Dieses Jahr war anders und es war richtig gut


Dieses Weihnachten war ruhig. Wald. Spaziergänge. Abends draußen ein Feuer. Glühwein in der Hand, Weihnachtsmusik im Hintergrund, kein Programm, kein Müssen. Und ja, ich sag’s direkt: Da war auch Traurigkeit. Gedanken an früher, an meinen Opa, der nicht mehr da ist. Das gehört dazu. Gefühle lassen sich nicht einfach ausknipsen. Gleichzeitig war da eine riesige Dankbarkeit. Für genau diesen Moment. Für diese Ruhe. Für die Art, wie ich es mir ausgesucht habe.

Und an der Stelle ganz wichtig, weil das oft missverstanden wird: Wenn ich sage, dass mich große Familienrunden stressen, hat das nichts damit zu tun, dass ich Menschen nicht mag. Es geht nicht um Ablehnung. Es geht um Energie. Viele Menschen, viele Eindrücke, viel Lärm. Mein System fährt da einfach hoch.

Im Wald am Feuer passiert das Gegenteil. Da wird’s leise in mir. Friedlich. Klar. Und genau das hab ich mir erlaubt.♥️



Vielleicht wirkt es für manche paradox. Einerseits diese Wehmut, weil früher alles so familiär war, und andererseits treffe ich mich heute nicht automatisch mit meiner Familie. Der Punkt ist simpel: Es ist nicht mehr das Gleiche. Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen. Die Energie ist eine andere. Und das darf so sein.

Ich wähle heute das, was mich jetzt glücklich macht. Nicht aus Trotz. Nicht aus Abgrenzung. Sondern aus Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Dieses Weihnachten hat mich glücklich gemacht, weil es ruhig war. Weil ich aufgestanden bin, wann ich wollte. Weil Frühstück entspannt war. Weil nichts gedrückt hat.

Geburtstag, Psychedelika & warum nichts in Stein gemeißelt ist

Ich bin eigentlich jemand, der seinen Geburtstag hardcore zelebriert. Freunde, Menschen, Trubel, Aufmerksamkeit. I love it. Dieses Jahr war’s anders. Ich war alleine. Absichtlich. Ich hab mir ne kleine Session gegönnt. Breathwork, eine Reise mit mir selbst, auch mit Psychedelika. Tiefer werd ich hier nicht einsteigen, sonst sprengt das den Rahmen.😅

Was ich sagen will: Auch das war eine bewusste Wahl. Und nächstes Jahr, wenn ich 40(!) werde, sieht das Ganze wahrscheinlich wieder komplett anders aus. Nichts davon ist ein für-immer-Entschluss. Es ist ein für jetzt.

Und genau das vergessen wir so oft. Wir tun so, als müssten wir uns einmal entscheiden und dann für immer so weitermachen. Bullshit.



Diese Tage sind nicht dafür da, dass andere sich wohlfühlen, weil du dich verbiegst. Sie sind dafür da, dass du dich gut fühlst mit dem, was du tust. Eigenverantwortung, my love! Ja, ich weiß, dass ich mit meiner Art manche Menschen enttäusche. Dass sich vielleicht jemand gewünscht hätte, dass ich da bin. Das ist nicht schön. Und trotzdem bringt es niemandem was, wenn ich irgendwo sitze, innerlich gestresst bin und eigentlich gar nicht wirklich da.

Und jetzt mal ehrlich zu dir: Wie sehr bist du wirklich präsent, wenn du Gastgeber bist, alles vorbereitest, tausend Dinge im Kopf hast und nebenbei versuchst, nett zu sein? Eben...


Spaghetti 🍝 an Heiligabend & warum Regeln oft Quatsch sind

Ey, wirklich mein persönliches Highlight. Wir hatten Spaghetti an Heiligabend.🤟🏽 Ja. Spaghetti. Mit richtig geiler Soße. Da kriegen manche Schnappatmung, weil das doch angeblich nicht geht. Muss doch Kartoffelsalat oder Gans oder irgendwas Traditionelles sein.

Warum eigentlich? Wenn ich an diesen Tagen was essen will, dann doch bitte etwas, das ich wirklich mag. Das bin ich. Du bist vielleicht komplett anders. Und wenn wir noch zehn Leute fragen, haben wir zehn Varianten.😂 Und genau darum geht’s.


Mach dein Leben dir, wie es dir gefällt


Ich musste irgendwann an Pippi Langstrumpf denken. Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt. Nicht wie sie dir gefallen sollte. Nicht wie man es macht. Sondern wie es für dich stimmig ist.

Ob du Weihnachten feierst oder nicht. Ob du schmückst oder nicht. Ob du Lieder singst oder die Texte googlest und vom Handy abliest. Alles fein. Es sind deine Tage. Dein Leben. Deine Konsequenzen. Deine Verantwortung.

Und genau das ist die Einladung, die ich dir hier mitgeben will:

Mach weniger Drama. Hör mehr auf dich. Und erlaube dir, Feste so zu feiern, dass sie sich für dich gut anfühlen. Das glaubt man erst nicht, wie viel Ruhe das reinbringt.♥️


Wenn du bis hier hin gelesen hast, dann ist das definitiv kein Zufall.😌 Vielleicht kannst du mit meinen Worten seeehr gut identifizieren & dir fällt es noch schwer deinen Bedürfnissen & Wünschen wirklich nachzugehen & verbiegst dich deshalb noch. Wie schön, dass du bei mir gelandet bist, oder? Viele meiner Klientinnen haben schon früh gelernt immer wieder im Außen abzuliefern & kommen dann innerlich erschöpft, gereizt oder leer zu mir in die Hypnotherapie.

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